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Aufgebaut

Rote Fingernägel krallen nach schwarzer Währung

Ein Trümmerkind erinnert sich

Hausgeburt am 6. Mai 1940 in der Elsassstraße in Köln, aufgewachsen im Bombenhagel und zwischen Feuersbrünsten, 1944 im Güterwagen unter Tieffliegerbeschuss evakuiert, im Juni 1945 zurück nach Köln: Ängste, Verdunkelung, Bunker, Hunger, ein eisiger Winter, Hochwasser, Maggelzeit, Währungsreform, Knollegold, Hamstern und dann beim Kinderzug der Roten Funken Bekanntschaft mit der ersten „Kamell“. Das Trümmerkind Reinold Louis (auf dem Buchtitel hinten beim Steineschleppen) wurde zum Sammler von „Lumpen-Flaschen-Eisen-und Papier“, klopfte und schleppte Steine, sammelte Holz, klaute „Klütte“, stand Schmiere am „Schwazze Maat“, drehte aus „Föxchen“ Zigaretten, um drei Schwestern und die Mutter beim Überlebenskampf zu unterstützen.

Kraft schöpfen aus der Volkskunst

Schon früh hat sich Reinold Louis in vielen seiner mehr als 100 Rundfunksendungen, in Büchern und auf Schallplatten sowie insbesondere im Fernsehfilm „AUSGEBOMBT“ mit den Geschehnissen der Nachkriegszeit befasst und am Beispiel vieler zeitgenössischer Lieder herausgestellt, wie die Kölner aus ihrer Volkskunst die Kraft zum Wiederaufbau geschöpft haben. Jetzt, aus Anlass der 60. Wiederkehr der bedingungslosen Kapitulation und seines 65. Geburtstages ruft Reinold Louis diese Zeit noch einmal in Erinnerung und lässt facettenreich seine Erlebnisse und die Bekanntschaften mit den Frauen und Männern der ersten Stunde noch einmal Revue passieren.

Hinein ins Wirtschafts-Wunder-Land

Reinold Louis nimmt die Leserinnen und Leser auf eine bunt und farbig illustrierte Zeitreise in das beginnende Wirtschafts-Wunder-Land mit und schildert in der ihm eigenen Art die Begegnungen mit vielen darstellenden und bildenden Künstlern, die maßgeblich am Werden und Wirken der Stadt beteiligt waren. Die in Vergessenheit geratenen Stätten kölnischer Unterhaltungskultur, wie Mil.Gov.-Theater, Tazzelwurm, Williamsbau, Apollo, Kleiner Gürzenich, Atlantic und Bismarck erleben nicht nur ihre „Wiedergeburt“, sondern geben auch so manches Histörchen von „damals“ preis.



Das Buch

Reinold Louis
AUFGEBAUT -
Rote Fingernägel krallen nach schwarzer Währung

430 Seiten mit rund 280 Abbildungen
18x24 cm, gebunden
€ 29,95

Marzellen Verlag Köln
ISBN 3-937795-03-0

Der Autor Reinold Louis

Reinold Louis arbeitete zwanzig Jahre für Funk und Fernsehen, schreibt Hörspiele und Features, wobei er sich seit vielen Jahren den verschiedensten Themen Kölnischen und Rheinischen Brauchtums verschrieben hat. Seine Bücher „Kölner Originale“, Kölnischer Liederschatz“ und „Das kleine Buch vom Kölschen Klüngel“ sind allesamt „Bestseller“. Reinold Louis, der im Jahr 2000 den KölnLiteratur-Preis erhielt, ist Träger vieler Auszeichnungen, u.a. des Rheinland-Talers, der Ostermann-Medaille in Gold, der Willy Millowitsch-Medaille in Gold, der „Goldenen Muuz“ und des „Goldenen Römers“. Der Heimatverein Alt-Köln wählte ihn zum Ehrenmitglied.
Der gelernte Sparkassen-Betriebswirt ist Vorsitzender der „Gräflich Berghe von Trips´schen Sportstiftung zu Burg Hemmersbach“ sowie der „Heinz und Anny-Gries-Stiftung“, Geschäftsführer i.R. der Kultur-, Sport- und Sozialstiftungen der Kreissparkasse Köln, Vorstandsmitglied im "Zentral Dombau-Verein" Köln sowie Gründungs- und Vorstandsmitglied im „Verein der Freunde des Kölner Hännschen-Theaters e.V.“